Jagdnetz http://www.jagdnetz.de/ de-de 1997 - 2010, Deutscher Jagdschutz Verband DJV präsentiert Jagd und Jäger auf der Grünen Woche http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1433 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1433

9. Januar 2009 Bonn(djv)

DJV präsentiert Jagd und Jäger auf der Grünen Woche

Weltgrößte Verbrauchermesse findet vom 16. bis 25. Januar 2009 in Berlin statt

Der Jäger, das unbekannte Wesen? Nicht auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin: Dort informiert der DJV vom 16. bis 25. Januar 2009 in Halle 26a (Stand 123) interessierte Messebesucher über Jagd und Jäger – und macht das Lernort Natur-Motto “Natur mit allen Sinnen erleben” zum Programm für Groß und Klein. Die Besucher gewinnen durch Gespräche mit DJV-Mitarbeitern und durch das Stöbern in zahlreichen Broschüren über Wild, Jagd und Natur einen Einblick in jagdliche Themen. Zudem haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, in einem 400 Quadratmeter großen, naturnahen Biotop selbst auf die Pirsch zu gehen. Das “Fell” vom Wildschwein darf berührt, der Zahn vom Fuchs inspiziert und den Stimmen von Rotkehlchen, Uhu und Co. gelauscht werden. Auf diese Weise lernen nicht nur Schüler mit ihren Lehrern die heimische Flora und Fauna spielerisch kennen. In spannenden Naturrätseln bekommen Neugierige zudem die Gelegenheit, ihr neues Wissen zu überprüfen und viele wertvolle Preise rund um die Themen Jagd und Natur zu gewinnen.

Vom einzelnen Poster bis zur kompletten Unterrichtsreihe: Für Lehrer gibt es am DJV-Stand zahlreiche Unterrichtsmaterialien, mit denen Schulstunden über heimische Wildtiere zur spannenden Abenteuerreise durch die Natur werden. Eine besondere Attraktion für die erwachsenen Gäste ist das Schießkino, in dem nicht nur angehende und bereits ausgebildete Jäger ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen können. Selbstverständlich haben die Besucher auch die Gelegenheit, auf den Geschmack von Wild zu kommen: Leckere Spezialitäten warten am DJV-Stand darauf, gekostet und gekauft zu werden.

Die Messe kann täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr besucht werden. Die Tageskarte kostet 12 Euro, für Schüler und Studenten 7 Euro.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Fri Jan 09 00:00:00 +0100 2009
WILD: Flächendeckende Erfassung von elf Arten http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1432 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1432

18. Dezember 2008 Bonn (djv)

WILD: Flächendeckende Erfassung von elf Arten

Start im Frühjahr 2009 / Gänsebestände neu im Fokus

Im Frühjahr 2009 ist es wieder soweit: Im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) führen der DJV und die Landesjagdverbände zum zweiten Mal nach 2006 gemeinsam eine Flächendeckende Erfassung (FE) von Wildarten durch. Das Ziel: möglichst umfassende Kenntnisse über die Verbreitungsgebiete, die Populationsdichten sowie die Jagdstrecken ausgewählter Wildarten in Deutschland zu erhalten. Mit den Daten liefert die Jägerschaft einen wichtigen Beitrag zur Einschätzung der Biologischen Vielfalt in Deutschland und trägt zur Sicherung der jagdlichen Nutzung stabiler Wildtierpopulationen bei.

“Wir rufen alle Revierpächter zur Mitarbeit auf. Denn wer kennt die Gegebenheiten vor Ort besser als die Jäger und hat gleichzeitig so gute Artenkenntnis?”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Im Jahr 2006 beteiligten sich rund 30.000 Jagdbezirke – das sind immerhin fast die Hälfte aller Reviere in Deutschland. Damit ist die FE ein bedeutendes Monitoring-Programm für Wildtiere in Deutschland.

Im Jahr 2009 werden die klassischen Niederwildarten Wildkaninchen (Vorkommen, Jagdstrecke) und Rebhuhn (Paarbesatz, Jagdstrecke) sowie die Neubürger Waschbär und Marderhund (Vorkommen, Jagdstrecke) erneut abgefragt. Einen Schwerpunkt bilden 2009 darüber hinaus Wildgänse. Bereits 2006 wurden die Verbreitungsgebiete der Grau-, Kanada- und Nilgans ermittelt. Zwei Aspekte haben sich jedoch geändert. Zum einen sollen neben der reinen Erhebung des Brutvorkommens auch die Zahl der in einem Revier brütenden Paare eingeschätzt werden. Zum anderen wurde das Artenspektrum um die Rostgans sowie die Nonnengans (Weißwangengans) erweitert, die beide seit Kurzem in Deutschland brüten. Da die Brutgebiete noch lokal beschränkt sind, besteht die einmalige Chance, Veränderungen bereits in einem frühen Stadium zu dokumentieren.

Die Gänseerfassung soll einen Überblick über den aktuellen Brutbestand in Deutschland bringen und die europaweit durchgeführten, winterlichen Rastplatzzählungen sinnvoll ergänzen. Anhand dieser wird die Größe der europäischen Gesamtpopulationen ermittelt. Jäger können mit ihren Daten dazu beitragen, die Diskussion um die Bejagung von Wildgänsen zu objektivieren.

Die Erfassungsbögen werden je nach Bundesland auf Grund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen auf verschiedenen Wegen an die Jagdpächter verteilt. Weitere Informationen gibt es beim zuständigen Landesjagdverband oder hier im Internet.

Erfassungsbogen < 50 KB

Erläuterungen zur Erfassung < 50 KB

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Thu Dec 18 08:18:29 +0100 2008
Sachsen-Anhalt: Immer mehr Wildschweine im Land http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1431 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1431

16. Dezember 2008 Magdeburg (dpa/djv)

Sachsen-Anhalt: Immer mehr Wildschweine im Land

Verstärkte Bejagung soll Schäden in der Landwirtschaft verhindern

In Sachsen-Anhalt tummeln sich laut Landesjagdverband immer mehr Wildschweine. Hauptgrund für diese auch bundesweit beobachtete Entwicklung seien die vergleichsweise milden Winter der vergangenen Jahren und das daraus resultierende gute Nahrungsangebot, sagte Verbandsgeschäftsführer Dietrich Kramer in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Um Schäden für die Landwirtschaft zu verhindern, kontrollierten die Jäger verstärkt die Bestände. Vor allem in der Region Dessau-Roßlau und in der Altmark habe es in den vergangenen Wochen große Jagden gegeben. Die Wildschweinbestände hätten auf diese Weise wieder deutlich verringert werden können.

Kramer zufolge nahm der Wildschweinbestand nach dem sehr kalten Winter 2005/2006 landesweit von etwa 30 000 auf 17 000 Tiere ab. Schon ein Jahr später sei die Anzahl nach einem milden Winter wieder auf mehr als 30 000 angestiegen. «Bei günstiger Witterung finden Wildschweine Nahrung in Hülle und Fülle. Früchte wie Kastanien, Eicheln und Bucheckern liegen auf der Erde», erläuterte Kramer. «Sie schneien nicht zu und verrotten nicht so schnell». Zudem könnten die Schwarzkittel ohne Frost auf Wiesen und Feldern leichter nach Würmern und Insektenlarven wühlen. «Sie können ungestört fressen und sich vermehren.»

Wie viele Wildschweine es derzeit gibt, ist laut Kramer unbekannt. «Es gibt keine genauen Zahlen.» Wildscheine dürfen in Sachsen-Anhalt ebenso wie Fuchs, Wildkaninchen und Marderhund das ganze Jahr gejagt werden. Landesweit wird auf rund 1,9 Millionen Hektar gejagt, davon ist etwa ein Viertel Wald. Im Landesjagdverband sind in 39 Jägerschaften rund 8600 Männer und Frauen organisiert.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Dec 16 10:47:18 +0100 2008
Baden-Württemberg: Jäger erlegen doppelt so viele Wildschweine wie im Jagdjahr 2006/2007 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1428 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1428

8. Dezember 2008 Stuttgart (dpa/djv)

Baden-Württemberg: Jäger erlegen doppelt so viele Wildschweine wie im Jagdjahr 2006/2007

Zweithöchster Wert seit 1945

Die baden-württembergischen Jäger haben wegen steigender Wildschäden zwischen April des vergangenen Jahres und März diesen Jahres doppelt so viele Wildschweine erlegt wie im Vorjahr. Es wurden rund 40 000 Tiere geschossen, teilte der Landesjagdverband am Montag in Stuttgart mit. Das sei der zweithöchste Wert seit 1945. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Jäger die Klagen der Bauern ernst nehmen.

Wildschweine könnten ihren Bestand innerhalb eines Jahres verdreifachen. «Wir Jäger sind deshalb gefordert, durch intensive Bejagung Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen gering zu halten und die Gefahr eines Ausbruchs der Schweinepest zu senken», sagte Landesjägermeister Dieter Deuschle. Er rief die Bevölkerung auf, die Interessen der Jäger zu beachten. Auch die Landwirte müssten an vorbeugend mitwirken. So sollten große Maisfelder nicht unmittelbar an Waldrändern angelegt werden, damit die Wildscheine tagsüber dort keinen Unterschlupf finden.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Dec 08 14:33:28 +0100 2008
Internetbühne frei für die wilden Schweine aus Hellenthal http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1417 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1417

26. November 2008 Bonn (djv)

Internetbühne frei für die wilden Schweine aus Hellenthal

Wildtiere-live.de zeigt Wildschweine im Liebesrausch

Die Wildschweine sind zurück im Internet! Mit dieser Nachricht erfreute der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) in Bonn heute die große Fangemeinde des beliebten Internetprojektes www.wildtiere-live.de. Pünktlich zur Paarungszeit der borstigen Tiere schaltete die Internetkamera zu Keiler Kalle und seiner Familie.

Star Kalle, bisher unangefochtener Keiler aller Keiler, droht die Wachablösung, denn die Jugend drängt auf die Pole Position. “Change”, das Motto des US-Wahlkampfes, haben sich die Wildschweine dieses Jahr auf die Fahne geschrieben. “Die jüngeren Tiere, vor allem der siebenjährige Willi, drängen an die Macht”, erklärte Anke Nuy, Pressesprecherin des DJV. Die Internetgemeinde kann sich auf intime Einblicke ins dramatische Wildschweinliebesleben freuen.

Die innovative Website sorgte erst kürzlich bundesweit für Schlagzeilen: Publikumsliebling Hirsch Heinz wurde von einem Konkurrenten im Zweikampf getötet. Die Fans trauern noch immer um den medialen Internetstar, daher hofft Nuy “auf eine spannende Paarungszeit, aber bitte ohne Verletzte oder gar Tote”.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Nov 26 10:20:51 +0100 2008
Wildschweinstrecke steigt rasant http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1403 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1403

19. November 2008 Bonn (djv)

Wildschweinstrecke steigt rasant

Jagdbilanz 2007/2008: Über 66 Prozent mehr Schwarzwild erlegt als im Vorjahr

Das Wildschwein ist der Wildbretlieferant Nummer Eins in Deutschland. Rund 477.000 Schwarzkittel haben die Jäger vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 zur Strecke gebracht – das sind rund 66 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht circa 11.200 Tonnen hochwertigem Wildfleisch, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) heute in Bonn mit. Verantwortlich für die dritthöchste Schwarzwildstrecke seit 1945 sind nach Einschätzung des DJV vor allem zwei Faktoren: Weil die Wildschweine vom Klimawandel mit milden Wintern profitieren und in unserer Kulturlandschaft wie im Schlaraffenland leben, konnten sie sich in den letzten Jahrzehnten stark vermehren. Besonders Mais, dessen Anbaufläche sich in den letzten 30 Jahren fast verdreifacht hat, wirkt wie ein Magnet auf die anpassungsfähigen Allesfresser.

“Wildschweine können ihren Bestand innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln. Wir Jäger sind deshalb gefordert, durch intensive Bejagung Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen gering zu halten und die Gefahr eines Ausbruchs der Schweinepest zu senken”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Erste Zwischenberichte aus der laufenden Jagdsaison deuteten darauf hin, dass die Zahl der erlegten Wildschweine auch im kommenden Jahr steigen könnte. Gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bauernverband erforscht der DJV derzeit in einem dreijährigen Projekt effektive Bejagungssysteme speziell in Maisfeldern. Die Ergebnisse werden sowohl betriebswirtschaftlich als auch jagdwissenschaftlich ausgewertet.

Nummer zwei in der Jagdstatistik ist das Rehwild mit umgerechnet rund 7.700 Tonnen hochwertigem Fleisch aus heimischen Wäldern. Insgesamt erlegten die Jäger rund eine Million Rehe, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht. Die Millionengrenze hatte die Rehwildstrecke erstmals 1992/93 überschritten und hält sich seitdem auf diesem hohen Niveau. Auch beim Rotwild (59.000) und Damwild (53.000) liegen die Streckenzahlen nur leicht über dem Vorjahresniveau.

Die alljährliche Hasenzählung im Rahmen des Wildtierinformationssystems Deutschlands (WILD) belegt wachsende Feldhasenbestände. Obwohl die Jäger die Hasenjagd eher zurückhaltend ausüben, erlegten sie mit 525.000 rund 13 Prozent mehr Langohren als im Jagdjahr zuvor. Wildkaninchen scheinen sich von den langjährigen Seuchenzügen sehr gut erholt zu haben. Nach dem Tiefststand mit 143.000 Stück Anfang der 90er Jahre, kamen im vergangenen Jahr mit rund 269.000 Stück etwa 42 Prozent mehr Kaninchen wie im Vorjahr zur Strecke.

Bei der Bejagung des Raubwildes erreichen die Streckenzahlen wieder ihr altes Niveau, nachdem es im letzten Jahr aufgrund ungünstiger Jagdbedingungen einen Einbruch gegeben hatte: So wurden über 23 Prozent mehr Füchse erlegt (Strecke: 534.000) und 16 Prozent mehr Waschbären (Strecke: 29.000) als im Jahr zuvor. Die Zahl der erlegten Marderhunde, neben dem Waschbären der zweiten “Neubürger” Deutschlands, gingen hingegen wie schon im Vorjahr leicht um 800 Tiere auf 26.700 zurück. Während vor zehn Jahren lediglich 1.735 der ursprünglich aus Sibirien eingewanderten Tiere zur Strecke kamen, scheinen sich die Streckenzahlen nun auf hohem Niveau zu stabilisieren.

Jahresstrecken 2007/08 (pdf-Datei - 40 KB)

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Nov 19 08:29:19 +0100 2008
Bewährtes Reviersystem sichert verlässliche Bejagung http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1392 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1392

17. November 2008 Feldkirchen (ljv/djv)

Bewährtes Reviersystem sichert verlässliche Bejagung

BJV lobt das Urteil von Würzburg

In Würzburg wurde heute ein Gerichtsurteil gefällt, das auf die volle Zustimmung des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) stößt. Entgegen der Klage von Grundeigentümern haben die Richter daran festgehalten, dass Flächen außerhalb von Siedlungsgebiet grundsätzlich in Jagdgenossenschaften integriert werden müssen. Die Kläger hatten die Jagd auf ihrem Grund und Boden aus ethischen Gründen abgelehnt.

Der BJV lobt das Urteil und betont die Wichtigkeit einer lückenlosen Bejagung, gerade in Zeiten erhöhter Wildschäden druch Schwarzwild. “Wenn wir Beeinträchtigungen der ordnungsgemäßen Land-, und Forstwirtschaft und Wildschäden vermeiden sollen, wie es unsere gesetzliche Aufgabe ist, dann ist ein lückenloses Bejagungsrecht dafür essentiell”, so Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes. Speziell bei den für die Schwarzwildregulation notwendigen Bewegungsjagden sei es undenkbar, die Teilnehmer draußen mit Katasterkarten herum zu schicken, damit sie nicht aus Versehen auf die falsche Fläche gerieten, so Vocke. “Einzelflächen aus der Bejagung zu nehmen, hätte auf die Jagd ungefähr den Effekt von Felsbrocken auf einer Autobahn!”

Auch der Tierschutz, zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall mit Rehwild, bliebe auf der Strecke. “Wie soll ein Nachsuchenführer ein verletztes Tier möglichst schnell aufsuchen und erlösen können, wenn er seinen Hund von der Fährte nehmen muss, weil der Grundbesitzer die Jagd untersagt hat?”, so Vocke. “Wir sind froh, dass unser bewährtes Reviersystem, das letztendlich dem Wohl der Gesellschaft dient, eine so deutliche Bestätigung erhalten hat”, kommentierte der Jagdpräsident.

Vocke hatte in einer Anfrage an den Bayerischen Landtag bereits im Februar 2008 auf die Gefahr einer solchen Klage hingewiesen und die Staatsregierung nach ihrer Einschätzung gefragt.

Staatsminister Miller hatte bereits damals auf die hohe Allgemeinwohlfunktion der Jagd verwiesen und die Gefahr von Auswirkungen auf die deutsche Jagdrechtsordnung als gering eingeschätzt.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Nov 17 08:54:01 +0100 2008
Dramatischer Rückgang im Fasanenland NRW http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1391 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1391

13. November 2008 Dortmund (ljv/djv)

Dramatischer Rückgang im Fasanenland NRW

Bis zu 60 Prozent weniger Fasanen - Ursache unklar

In Nordrhein-Westfalen, dem Fasanenland Nr. 1 in Deutschland, gibt es zur herbstlichen Jagdsaison erschreckend wenig Fasanen. Diese Beobachtung machen die rheinischen und westfälischen Jäger seit Beginn der herbstlichen Niederwildjagd Mitte Oktober. Aus den Niederwildrevieren des größten Bundeslandes, in dem im vergangenen Jagdjahr mit mehr als 190.000 die meisten Fasanen in Deutschland erlegt werden konnten, wird ein dramatischer Streckenrückgang bei Fasanen gemeldet. “Besonders beunruhigend ist die unklare Ursache für den Rückgang der Jagdstrecke”, so Jochen Borchert, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen. Jetzt sollen wissenschaftliche Untersuchungen für Aufklärung sorgen.

Auf Initiative des Landesjagdverbandes wird sich die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung in Bonn mit dem Problem befassen. Besonders betroffen scheint das Münsterland zu sein. Aber auch Reviere am Niederrhein und in Ostwestfalen melden Rückgänge bis zu 60 Prozent. Inzwischen werden reihenweise traditionelle Treibjagden abgesagt, um nicht den Grundbesatz zu gefährden. Die nachhaltige Jagd erntet jedes Jahr entsprechend den gesetzlichen Hegebestimmungen und den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit nur den Zuwachs einer Wildpopulation. Auch in anderen Bundesländern ist von einem dramatischen Rückgang des Fasanenbesatzes die Rede. Auffällig ist vor allem das Fehlen von Jungfasanen.

“Über die Ursache kann derzeit nur spekuliert werden. Mal muss die Witterung im Frühjahr als Erklärung herhalten, mal eine neuartige Krankheit, mal wird die Feldbewirtschaftung für das Fehlen der Fasane als Grund herangezogen”, so Borchert, der auch Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes und der Stiftung “natur + mensch” ist. Die große Bedeutung der Fasanen für die Artenvielfalt in Deutschland ist Grund genug für die Stiftung, die Ursachen des Fasanenrückgangs zu erforschen. Jochen Borchert: “Nur wenn wir herausfinden, was tatsächlich geschehen ist, können wir gezielt bis zur Brutzeit im nächsten Frühjahr gegensteuern.”

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Thu Nov 13 11:31:56 +0100 2008
Deutschland is(s)t Wild http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1364 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1364

5. November 2008 Bonn (dpa)

Deutschland is(s)t Wild

Plus 12 Prozent: Rund 22.000 Tonnen Wildbret haben die Deutschen verzehrt/ DJV- Umfrage zeigt: Wildbret ist beliebt

Wildbret liegt voll im Trend, ergab eine aktuelle repräsentative DJV-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen halten demnach Fleisch aus den heimischen Wäldern für sehr gesund, fast jeder Zweite hat schon einmal Wildbret gegessen oder zubereitet. Rund 22.000 Tonnen heimisches Wildfleisch von Reh, Rotwild, Damwild und Wildschwein haben die Deutschen zwischen April 2007 und März 2008 verzehrt, ein plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter auf dem Speiseplan ist das Wildschwein mit rund 11.200 Tonnen, gefolgt von Rehwild mit rund 7.700 Tonnen. Auf dem dritten Rang folgt Rotwild mit ca. 2.100 Tonnen.

In der Advents- und Weihnachtszeit ist die Nachfrage sehr groß, da Wildgerichte traditionell auf dem Speiseplan stehen. Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) rät daher, sich frühzeitig um den kulinarischen Leckerbissen zu kümmern. Im Internet unter www.jagd-online.de in der Rubrik “Unser Service” bietet der DJV für Verbraucher umfangreiche Adressenlisten an, wo man heimisches Wildbret beziehen kann. Zudem gibt es dort weitere Tipps und Tricks rund um die Wildküche und Rezepte.

Wild aus der Region gibt es direkt und frisch beim Jäger oder Förster. Kunden erhalten hier Wildfleisch zu günstigen Erzeugerpreisen – wenn gewünscht sogar in küchenfertigen Teilstücken. Viele Metzger bieten ebenfalls frisches Wildbret und zahlreiche veredelte Wildprodukte wie Wildschweinsalami oder Rehschinken an.

Neben dem besonderen Geschmack hat Wildbret noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil – es ist tierisch gesund: Aufgrund der stressfreien Lebensweise der Tiere und ihrer naturgemäßen Ernährung in freier Wildbahn ist das Fleisch unserer heimischen Wildtiere fettarm, reich an Vitaminen der B-Gruppe sowie an Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Selen und durch seinen hohen Eiweißanteil besonders bekömmlich. Auch Figurbewusste können so ohne schlechtes Gewissen Wild schlemmen und das nicht nur an den Feiertagen: 100 Gramm Fleisch von Reh, Hirsch oder Hase enthalten durchschnittlich nur 112 Kalorien und 3 Gramm Fett.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Nov 05 09:45:13 +0100 2008
Jochen Borchert und Eckhard Uhlenberg eröffnen NRW-Wildwochen http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1361 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1361

30. November 2008 Bad Sassendorf (ljv/djv)

Jägerpräsident Jochen Borchert und Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg eröffnen NRW-Wildwochen

(v.l.n.r.) Frank-Dietmar Richter, Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen; Helmut Otto Vizepräsident des DEHOGA Bundesverbandes; Eckhard Uhlenberg, MdL, Umweltminister NRW, Schirmherr der NRW-Wildwochen 2008; Ingrid Borchert; (2.Reihe) Markus Vockrodt, Küchenchef des Hotel-Restaurants Hof Hueck; Jochen Borchert, MdB, Präsident des Landesjagdverbandes NRW und des Deutschen Jagdschutz-Verbandes; Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes

Wildbret ist Fleisch von Topqualität aus garantiert heimischer Herkunft

Wildbret aus Nordrhein-Westfalen ist Fleisch von Topqualität aus garantiert heimischer Herkunft. Zum fünften Mal finden in den kommenden Wochen die NRW-Wildwochen statt. Der Landesjagdverband NRW führt die Kampagne gemeinsam mit dem Fleischerverband NRW, dem DEHOGA NRW, dem Verein NRW kulinarisch Marketing e.V. sowie erstmals in diesem Jahr mit dem Landesbetrieb Wald und Holz durch. Der Auftakt fand am 30. Oktober unter der Schirmherrschaft von Nordrhein-Westfalens Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Eckhard Uhlenberg, im Hotel-Restaurant Hof Hueck in Bad Sassendorf statt.

Jägerpräsident Jochen Borchert betonte die hochwertigen Produkteigenschaften von Wildbret und die besonderen Verarbeitungsstandards der Jäger. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen hat alleine in diesem Jahr 35.000 Jäger zu “kundigen Personen” nach dem neuen Fleischhygienerecht ausgebildet.

Nach Borcherts Worten ist Wildbret gesund und schmackhaft. Angesichts der wachsenden Schwarzwildpopulation könnten Verbraucher durch den Genuss von Wildschweinbraten dabei mithelfen, überhöhte Bestände zu begrenzen. Zur Begrenzung der Wildschweinpopulation gibt es derzeit gemeinsame Initiativen von Jagd und Landwirtschaft mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Nordrhein-Westfalens Jäger hatten im vergangenen Jagdjahr 2007/08 (31. März) mehr als 30.000 Schwarzkittel erlegt (+ 82%). Borchert rief alle Beteiligten auf, gemeinsam einen Aktionsplan zur Schwarzwildbewirtschaftung zu entwickeln.

Helmut Otto, Vizepräsident des DEHOGA Bundesverbandes und Ehrenpräsident des DEHOGA NRW betonte, dass gerade jetzt im Herbst Wildgerichte einen festen Platz auf den Speisekarten von Restaurants und Gaststätten haben.

Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes und des Fleischerverbandes NRW, erklärte, dass die Zubereitung von Wildfleisch auch für Hobbyköche problemlos möglich sei und die nordrhein-westfälischen Fleischer die Verbraucher gerne kompetent beraten.

Erstmals beteiligt sich in diesem Jahr der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen an den NRW-Wildwochen. Frank-Dietmar Richter, Leiter des Landesbetriebes, stellte beispielhafte Kooperationen zwischen Regionalforstämtern und ortsansässigen Fleischern vor.

Frisches Wildbret von Hirsch, Wildschwein, Reh, Hase, Fasan, Ente oder Taube hat jetzt im Herbst Saison, wenn das Jagdjahr seinen Höhepunkt erreicht. Jährlich kommen rund 25.000 Tonnen Wildbret aus deutschen Revieren auf den Markt. Die Jagd in Deutschland bedeutet nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, die auch nach allen internationalen Konventionen als eine Form des Naturschutzes anerkannt ist.

Bei den NRW-Wildwochen weisen Jäger, Förster, Gastronomen und Fleischer gemeinsam auf die Vorzüge von Wildfleisch hin. Sie verkaufen Wildgerichte und Wildbret zu angemessenen Preisen und sind Garant für beste Qualität aus heimischen Revieren. Bei Supermärkten sollte unbedingt die Herkunft des Fleisches kontrolliert werden.

Die NRW-Wildwochen enden auf der Messe “Jagd & Hund” vom 3. bis 8. Februar 2009 in Dortmund. Eine große Sonderschau bietet dann auf rund 200 m² Fläche auch Nichtjägern, Hobbyköchen und Feinschmeckern alle Informationen rund ums Wildbret – von der richtigen Kühlung bis zum fein gedeckten Tisch.

Weitere Informationen bieten die Internetseite www.nrw-wildbretboerse.de

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Nov 04 12:43:30 +0100 2008
NRW-Landwirtschaftsminister appelliert: Jäger sollen mehr Frischlinge schießen http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1357 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1357

3. November 2008 Bad Sassendorf (dpa/lnw)

NRW-Landwirtschaftsminister appelliert: Jäger sollen mehr Frischlinge schießen

Dramatisch gestiegenen Wildschwein-Bestände

Angesichts der dramatisch gestiegenen Wildschwein-Bestände hat NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) an die Jäger appelliert, mehr Frischlinge schießen. Es gehe darum, Wildschäden zu vermeiden, sagte Uhlenberg am Freitag bei der Eröffnung der NRW-Wildwochen in Bad Sassendorf. Außerdem komme es vermehrt zu schweren Unfällen, wenn Wildschweine auf Straßen und Autobahnen gerieten.

Mit der Erlaubnis, auch Kleinkaliber-Waffen zum Abschuss von Frischlingen zu nutzen, will Uhlenberg die Jagd erleichtern. Dann könnten auch Frischlinge als Wildbret vermarktet werden. Der Präsident des Landesjagdverbandes NRW, Jochen Borchert, forderte zudem Preissenkungen bei der Trichinenprobe, weil sich die Jagd auf Frischlinge sonst finanziell nicht lohne.

Die Wildschwein-Population in NRW hat nach Auskunft des Ministers in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Hintergrund sind die guten Bedingungen für Schwarzwild durch die Ausweitung des Maisanbaus. «Das ist für Schwarzwild ein Schlaraffenland. Ein Maisfeld wirkt wie ein Magnet auf Wildschweine», sagte Borchert.

Der Sturm «Kyrill» im Januar 2007 hat die Situation nach Einschätzung des Landesbetriebes Wald und Holz NRW noch einmal verschärft. «Die Jäger durften aus Sicherheitsgründen lange nicht in die Wälder», sagte Frank-Dietmar Richter, der Leiter der Landesbetriebes. Außerdem böten die Kyrill-Flächen den Wildschweinen ideale Rückzugsflächen.

In der Eifel komme zusätzlich eine Seuchengefahr hinzu, sagte der Minister. «Dort sind immer wieder Symptome von Schweinepest bei den Wildschweinen festzustellen.»

Mit den Wildwochen wollen Jäger, Gastronomen und Fleischer zur beginnenden Jagdsaison in den kommenden Wochen für Wildbret aus heimischen Revieren werben. In der Jagdsaison 2007/2008 sind nach Auskunft von Uhlenberg in Nordrhein-Westfalen drei Millionen Kilo Wildbret geschossen und verzehrt worden.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Nov 03 08:51:50 +0100 2008
Wildlebensräume vernetzen, Isolation aufheben http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1339 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1339

28. Oktober 2008 Stuttgart (ljv/djv)

Wildlebensräume vernetzen, Isolation aufheben

Landesjagdverband fordert mehr Mobilität für den Rothirsch

Die Jäger im Landesjagdverband Baden-Württemberg begrüßen außerordentlich, dass im Rahmen eines Generalwildwegeplans auch vorgesehen ist, dem Rothirsch wieder Wanderungen zu ermöglichen. "Wir fordern gleichzeitig, damit auch die derzeitige “Isolationshaft” für das Rotwild, der größten frei lebenden Wildart im Land, zu beenden. Wir unterstützen es, die Ansprüche wandernder und ziehender Wildtiere im Rahmen eines Generalwildwegeplans zu berücksichtigen." sagte Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle heute in Stuttgart. “Damit finden die Arbeiten über Wildwanderwege in Baden-Württemberg, die mit ideeller und finanzieller Unterstützung der Jäger im Land durchgeführt wurden, endlich Eingang in ein übergeordnetes Planungswerk, das auf die konkrete Verkehrsplanung im Land Einfluss nimmt.”

“Dass bei der Weiterentwicklung des Straßen- und Schienennetzes im Land in Zukunft – endlich – vermehrt die Belange von Wildtieren berücksichtigt werden, ist höchste Zeit, so Klaus Lachenmaier, Wildbiologe des Landesjagdverbandes. "Auf Initiative des Landesjagdverbandes hat schon 2001 die Überlinger Erklärung diese Forderung aufgestellt. Trotz einzelner Grünbrücken über Straßenneubauten fehlt bisher ein grundsätzliches Konzept zur Berücksichtigung von Wildwanderwegen, wie es in Nachbarländern wie Schweiz, Österreich, Niederlande bereits damals existierte. Hinzu kommt: Wenn das Land bei den Wanderwegen “A” sagt, muss es auch bei der Wiederbesiedlung von Wildarten im Land – sei es Rothirsch, Gämse oder vielleicht bald Wolf, “B” sagen und sowohl Wanderungen als auch die Besiedlung weiterer Lebensräume zulassen. Dies gilt insbesondere für den Rothirsch, der derzeit nur in fünf so genannten Rotwildgebieten auf lediglich 4% der Landesfläche geduldet wird, wie es eine 50 Jahre alte Verordnung vorschreibt. Die fünf weit voneinander getrennten Gebiete sollen möglichst über Wanderrouten und weitere Lebensräume so vernetzt werden, dass der genetischen Verarmung in Isolationshaft vorgebeugt werden kann", so Lachenmaier.

Die Vernetzung von Wildlebensräumen haben die Jäger beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Blick. Derzeit laufen Planungen für verschiedene Verkehrswege, etwa der Ausbau der Rheintalbahn zwischen Ortenau und Basel, die Hochrheinautobahn A 98 und die gebündelte Trasse von Bahn und A 8 zwischen Aichelberg und Ulm, die allesamt wichtige Wildlebensräume voneinander abschneiden. Hier sind Querungshilfen an den neuralgischen Punkten unabdingbar. Ein Generalwildwegeplan bringt deshalb auch für die Verkehrswegeplanung einen erheblichen Fortschritt. Konfliktbereiche können bereits früh erkannt und durch planerische Konsequenzen gemildert oder verhindert werden. Das spart Zeit und Geld bei der Planung neuer Verkehrsinfrastruktur.

Die Jäger haben durch Meldung von tausenden Wildunfällen zur Kartierung der Unfallschwerpunkte beigetragen. Sie engagieren sich in einem landesweiten Programm des Landesjagdverbandes zur Reduzierung von Wildunfällen.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Oct 28 08:56:23 +0100 2008
Wildunfälle: Ein Drittel mehr Unfälle mit Wildschweinen http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1335 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1335

23. Oktober 2008 Bonn (djv)

Ein Drittel mehr Unfälle mit Wildschweinen

DJV: Wildunfälle besser erfassen / NRW-Verkehrsminister Wittke unterstützt Forderung

Rund 23.500 Wildschweine ließen im vergangenen Jagdjahr ihr Leben auf der Straße – über ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, informierte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) heute in Bonn und legte seine aktuelle Wildunfall-Statistik vor. Wildschweine haben sich in den letzten Jahrzehnten stark vermehrt, weil sie vom Klimawandel mit milden Wintern profitieren und in unserer Kulturlandschaft wie im Schlaraffenland leben. Besonders Mais, dessen Anbaufläche sich in den letzten 30 Jahren fast verdreifacht hat, wirkt wie ein Magnet auf die anpassungsfähigen Allesfresser. Wird Mais im Herbst geerntet, suchen sich die Familienverbände neue Lebensräume und legen dabei große Strecken zurück.

Der DJV empfiehlt deshalb, insbesondere entlang von Maisfeldern, aber auch am Übergang von Wald und Wiese besonders vorsichtig zu fahren. Wer beispielsweise mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürzt den Bremsweg um über 30 Meter. Verschärft wird das Wildunfallrisiko in den nächsten Wochen durch die Zeitumstellung am Sonntag. “Wild kennt keine Winterzeit”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Weil die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden, fällt der morgendliche Berufsverkehr für Wochen in die Dämmerung. “War es kurz vor der Umstellung noch ungefährlich, auf der Futtersuche Straßen zu überqueren, bilden diese im Morgengrauen plötzlich tödliche Barrieren für Reh, Hirsch und Wildschwein.”

Insgesamt kamen im Jagdjahr 2007/08 laut DJV-Statistik rund 200.900 Rehe, 23.500 Wildschweine, 3.800 Damhirsche und 2.300 Rothirsche unter die Räder, Dunkelziffer hoch. Das Statistische Bundesamt registrierte lediglich etwa 2.900 Wildunfälle für Deutschland. Gezählt wurden nur Kollisionen mit Personenschaden. Nach Auffassung des DJV ein krasser Missstand der dazu führt, dass Wildunfälle unterschätzt werden. “Jeder Zusammenstoß ist ein potenzielles Risiko für Verkehrsteilnehmer”, so Borchert. “Schon bei Tempo 50 prallt ein 80-Kilo-Keiler mit 2 Tonnen auf ein Fahrzeug. Das entspricht dem Gewicht eines ausgewachsenen Nashorns.”

Der DJV fordert deshalb im Sinne von Mensch und Wildtier, sogenannte Bagatellschäden – also Wildunfälle, die mit Blechschaden enden – künftig detaillierter und bundesweit einheitlich zu erfassen. Zumindest Zeit, Ort und Wildart sollte die Polizei aufnehmen, damit Unfallschwerpunkte erkannt und anschließend effektiv entschärft werden können. Denn die Präventionsmaßnahmen unterscheiden sich von Art zu Art erheblich. Rückendeckung erhält der DJV vom nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Oliver Wittke. Er will sich im verkehrsreichsten Bundesland dafür stark machen, dass zur Verbesserung der Prävention künftig Wildunfälle mit leichten Sachschäden auch als solche aufgeschlüsselt werden.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Thu Oct 23 10:36:00 +0200 2008
Hirsch Heinz ist tot http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1329 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1329

Hirsch Heinz, Deutschlands erster tierischer Internetstar ist tot!

Während eines Brunftkampfes versetzte Kontrahent Olli ihm den Todesstoß

Der König ist tot, es lebe der König, und der heißt ab jetzt Platzhirsch Olli! Dies teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) heute in Bonn mit. Hirsch Heinz, Star von www.wildtiere-live.de ist tot.

Sein Röhren beeindruckte schon Anne Will in den Tagesthemen, sein Haupt zierte unzählige Zeitungen, seit fünf Jahren bereicherte Hirsch Heinz mit seinem Rotwild-Clan das Internet. Kämpferisch, verschmust und durchaus auch sexy, aber immer jugendfrei präsentiert sich die beliebte Daily-Soap www.wildtiere-live.de. Dreh- und Angelpunkt war bisher Clan-Chef Heinz, ein “Medienprofi”, der es verstand sich in Szene zu setzen. Jetzt gab es die finale Wachablösung. Im heftigen Zweikampf um die Herrschaft über das Rotwildrudel traf das Geweih seines Kontrahenten Olli Heinz tödlich in die Brust.

“Todesfälle während Brunftkämpfen zwischen Hirschen sind äußerst selten”, beurteilte Anke Nuy, Pressesprecherin des DJV, das Geschehen, “wir gehen daher von einem tragischen Unfall aus”. Die Kämpfe der Hirsche unterliegen festen Regeln, so sind zum Beispiel Flankenangriffe tabu. “Der Kampf dient dazu den Gegner zu vertreiben und nicht dazu, ihn zu verletzen oder gar zu töten”, so Nuy.

Die vom DJV im Wildfreigehege Hellenthal in der Eifel installierte Outdoor-Kamera überträgt den Alltag von Platzhirsch Olli und den anderen wildtiere-live-Stars in Echtzeit und voll vertont ins Internet. Über spezielle Server wird das Live-Video als Stream aufbereitet, multipliziert und ins Internet eingespeist. Bis zu 15.000 Internet-Nutzer können so gleichzeitig “dabei sein, wenn`s passiert” – egal ob mit Modem, ISDN oder DSL. Internetnutzer können die zoom- und schwenkbare Kamera im Freiwildgehege Hellenthal auch selbst steuern.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Thu Oct 16 11:42:34 +0200 2008
UGB Oktober2008 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1324 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1324

10. Oktober 2008 Bonn (djv/bagje)

Jagdrecht bleibt auf Augenhöhe mit Naturschutzrecht!

Bundesumweltministerium setzt Forderungen von DJV und BAGJE um

Das Bundesumweltministerium (BMU) lenkt bei der Ausgestaltung des geplanten Umweltgesetzbuches (UGB) ein: Jagdrecht und Naturschutzrecht sollen auch künftig auf Bundes- und auf Landesebene unabhängige, gleichberechtigte Rechtskreise bleiben. Eine Beschneidung der Landesjagdrechte durch den UGB-Entwurf ist damit vom Tisch. Dies hat der zuständige Vertreter des Bundesumweltministeriums kürzlich auf einem Symposium zum UGB in Hannover verkündet. Auf Nachfrage hat das BMU bestätigt, dass eine Schwächung der Jagdgesetzgebung nicht mehr geplant sei. Damit wird eine zentrale Forderung des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) erfüllt.

“Wir freuen uns über diese positiven Signale aus dem Bundesumweltministerium und gehen jetzt davon aus, dass die Trennung der Rechtskreise in den weiteren politischen Beratungen bestätigt wird”, betonten DJV-Präsident Jochen Borchert und BAGJE-Vorsitzender Bernhard Haase. Die erst kürzlich durch die Föderalismusreform festgelegte Stärkung der Länderkompetenzen werde somit auch in der Praxis umgesetzt. Dreh- und Angelpunkt der monatelangen Verbändekritik war die geplante Abschaffung der sogenannten Unberührtheitsklausel. Diese regelt im noch gültigen Bundesnaturschutzgesetz, dass Jagdrecht und Naturschutzrecht unabhängig und auf Augenhöhe zueinander stehen.

Im ersten Diskussionsentwurf zum UGB vom November 2007 war vorgesehen, die Unberührtheitsklausel gänzlich zu streichen. Nach heftigen Protesten von DJV und BAGJE sowie intensiven Gesprächen auf allen politischen Ebenen wurde die Trennung von Jagdrecht und Naturschutzrecht zumindest auf Bundesebene wieder eingeführt.

Dies hätte aber zur Folge gehabt, dass die erst kürzlich in der Föderalismusreform geregelten Länderkompetenzen hinsichtlich des Jagdrechts durch die Hintertür einkassiert worden wären. Mit der jetzt im BMU getroffenen Entscheidung kann das UGB künftig nicht ins Landesjagdrecht und somit auch nicht in den Katalog der jagdbaren Arten der Länder eingreifen.

Als weiteren Erfolg bezeichnen es DJV und BAGJE, dass entgegen ersten Entwürfen die Definition “heimische Art” nun im UGB erhalten bleiben soll. Der Begriff ist sowohl in europäischen Richtlinien des Naturschutzes (FFH- und Vogel-Richtlinie) als auch in völkerrechtlichen Abkommen, wie der Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD), gebräuchlich und gilt allgemein für Tier- oder Pflanzenarten, die sich in freier Natur und ohne menschliche Hilfe über mehrere Generationen als Population erhalten haben. Dies gilt in Deutschland zweifelsohne für Baumarten wie Douglasie und Roteiche oder Tierarten wie Damwild, Muffelwild und Fasan.

DJV und BAGJE vermissen jedoch weiterhin innovative Ansätze im UGB-Entwurf, um den Naturschutz in der landwirtschaftlich genutzten Fläche zu forcieren. Hierzu sollte der Vertragsnaturschutz gestärkt werden. Um die biologische Vielfalt zu fördern und eine weitere Zerschneidung der Landschaft zu vermeiden, ist es nach Auffassung von DJV und BAGJE außerdem unabdingbar, die Eingriffs- und Ausgleichsregelung flexibler zu gestalten.

Als Ausgleichsmaßnahmen müssen Entsiegelungen und produktionsintegrierte Maßnahmen mehr Gewicht erhalten. Dadurch werden für Landwirte Anreize geschaffen – im Ausgleich für die allgemeine Flächenversiegelung in Deutschland durch Straßen, Gewerbegebiete oder Siedlungen – auf ihren Äckern attraktive Blühstreifen mit heimischen Kräutern als Rückzugsgebiet für Wildtiere anzulegen. Denn isolierte Kleinode helfen der Artenvielfalt in der Fläche nicht weiter, zumal deren dauerhafte Pflege oft nicht gesichert ist. In der Praxis bewährt haben sich die flexiblen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bereits in Nordrhein-Westfalen, wo sie seit der Novelle des Landschaftsgesetzes ausdrücklich unterstützt werden.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Fri Oct 10 11:14:54 +0200 2008
Heißer Herbst trotz kalter Luft http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1319 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1319

8. Oktober 2008 Bonn (djv)

Heißer Herbst trotz kalter Luft

Rotwildbrunft live miterleben auf www.wildtiere-live.de

Röhren, Kämpfen, Flehmen: Das Werben um die Rotwildkühe – in der freien Wildbahn fast nie zu beobachten – kann jetzt auf www.wildtiere-live.de live mitverfolgt werden, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV), Betreiber der Internetseite, heute in Bonn mit. Ein heißer Herbst ist garantiert, denn beim Rotwild dreht sich zurzeit alles um die schönste Nebensache der Welt – und sportlich geht es dabei auch noch zu. Internetstar Hirsch Heinz, letztes Jahr im Kampf um den Platzhirschthron seinem Konkurrenten Olli unterlegen, greift wieder an und will die Gunst der Rotwilddamen zurück erobern.

Die Brunft ist für Heinz, Olli und Co. nicht nur eine Zeit äußerster Leidenschaften, sondern auch eine besonders stressige. Bis zu 20 Prozent ihres Gewichtes können Hirsche während der Brunft verlieren. Zwar reicht häufig schon Imponiergehabe und tiefes Röhren aus, um Rivalen in die Schranken zu weisen, immer wieder kommt es aber zu kräftezehrenden Kämpfen. Glücklicherweise gibt es dabei einen “Ehrenkodex”: Ein Angriff erfolgt nur dann, wenn der Gegner ebenfalls das Geweih zum Gefecht senkt – Attacken auf die Flanke kommen normalerweise nicht vor.

Ein imponierendes Geweih ist zwar der Blickfang eines jeden Hirsches, auf die Damenwelt allerdings wirkt es weniger erotisierend als eine wohlklingende Stimme. Kräftige Brunftschreie lassen nicht nur auf die Größe des Hirsches schließen, sondern auch auf bestes Erbgut. Gut geröhrt ist halb gewonnen, lautet also die Devise für Heinz und Olli in den nächsten Wochen.

Seit mittlerweile fünf Jahren können Tier- und Naturfreunde auf www.wildtiere-live.de einmalige Einblicke in den Alltag heimischer Wildtiere im Wildfreigehege Hellenthal erleben. Im Mittelpunkt stehen abwechselnd Hirsch Heinz mit seinem Rotwildclan oder Keiler Kalle mit seiner Wildschweinrotte. Je nachdem wo gerade etwas Spannendes passiert, wird die Kamera positioniert. Die Steuerung der Kamera können die Besucher der Internetseite selbst übernehmen. Der Ton wird ebenfalls übertragen – kein Problem also auch in den Genuss des Brunftröhrens zu kommen.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Oct 07 09:31:20 +0200 2008
Landesjagdverband macht Schulen fit für die Natur http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1316 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1316

6. Oktober 2008 Stuttgart (ljv/djv)

Landesjagdverband macht Schulen fit für die Natur

Kreisjägervereinigungen überreichen "Lernort Natur-Koffer"

Besonderen Besuch empfing gestern Schulleiterin Ingrid Kicherer in der Ferdinand Porsche Schule in Weissach. Eine Abordnung der Kreisjägervereinigung Leonberg war zu Gast, um der Schule einen Themenkoffer für den Naturkundeunterricht zu überreichen. Der Koffer beinhaltet Material für einen Unterricht, der die Vermittlung von Bildungsinhalten mit der spielerischen Entdeckung der heimischen Natur vor der Haustür verbindet. Der Koffer enthält unter anderem Becherlupen, Augenbinden, Tastfelle, Bestimmungshefte, Naturführer, Waldspielideen und ein Fernglas von Zeiss zur Tierbeobachtung.

Eine Spendensammlung unter den Jägern hat es der Stiftung natur+mensch ermöglicht, rund 70 Grundschulen in Baden-Württemberg einen “Lernort-Natur-Koffer” im Wert von 400 Euro zur Verfügung zu stellen. Bundesweit hat die Stiftung bereits über 500 Koffer für die naturpädagogische Arbeit ausgehändigt. Die 2005 vom Deutschen Jagdschutz-Verband gegründete Stiftung hat den “Lernort Natur-Koffer” entwickelt, um Kinder wieder näher an die Natur heranzuführen.

“Kinder brauchen intensive Begegnungen mit unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt,” erklärt Dr. Dieter Deuschle, Präsident des Landesjagdverbandes, “das wissen wir Jäger durch die jahrelange Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen. Nur durch Naturerlebnisse können die Jungen und Mädchen eine lebendige Beziehung zur Natur aufbauen – für uns die wichtigste Grundlage für einen funktionierenden Naturschutz der Zukunft.”
Aktuelle Studien wie der Jugendreport Natur des Marburger Natursoziologen Dr. Rainer Brämer hatten erneut die zunehmende Naturentfremdung unter Kindern und Jugendlichen belegt. Darum zielt die naturpädagogische Arbeit der Kreisjägervereinigung auf den praktischen Einsatz in Wald, Feld und Flur ab.

Damit der Lernort Natur-Koffer in den Schulen effektiv eingesetzt wird, beinhaltet das Projektprogramm Schulungen für die Lehrer durch den Landesjagdverband. Darüber hinaus erhalten die Schulen fachliche Begleitung durch Jäger der Kreisjägervereinigungen.
Die “Lernort-Natur-Koffer” werden aus Spenden finanziert. Um weitere Schulen mit ausstatten zu können, bittet die Stiftung natur+mensch um Spendenunterstützung: Konto Nr. 800 800 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Oct 06 09:33:32 +0200 2008
"Schnecken", "Krucken" und "Schaufeln": Stirnwaffenschau im Burgmuseum Brüggen http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1317 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1317

"Schnecken", "Krucken" und "Schaufeln"

- Stirnwaffenschau im Burgmuseum Brüggen -

Foto: Museum Burg Brüggen/Happ

Ein Ausflugstipp für Jäger mit Familie: Zum ausklingenden Jahr bietet das Jagd- und Naturkundemuseum Burg Brüggen noch etwas ganz besonders: Wer hat was auf dem Kopf?, lautet die Frage rund um die Sonderausstellung über Geweihe und Gehörne verschiedener Wildarten.

Bis Mitte Januar können Besucher sich über die Stirnwaffen männlichen Schalenwildes informieren. Vor allem die jagdrelevanten Arten stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die von dienstags bis sonntags jeweils 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet ist. Der Eintrittspreis von 1,50 Euro pro Person (ermäßigt 1,- Euro) umfasst auch den Museumsbesuch.

Weitere Informationen zum Jagd- und Naturkundemuseum Burg Brüggen finden Sie hier

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Oct 06 10:31:00 +0200 2008
Ein süßes Dankeschön auf Adlerschwingen http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1309 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1309

1. Oktober 2008 Bonn (djv)

Ein süßes Dankeschön auf Adlerschwingen

Greifvögel als Botschafter von Internet-Star Hirsch Heinz bei Haribo-Kastanien-Aktion

Eine Riesenüberraschung wartet auf alle Kinder, die am 9. Oktober 2008 ihre Eicheln und Kastanien im Bonner Haribo-Werk gegen Süßes eintauschen: Zahlreiche Greifvögel aus Hellenthal zeigen ihre Flugkünste vor Ort – als Botschafter des Internet-Stars Hirsch Heinz von Wildtiere-live.de. Der Winter-Speiseplan seiner Rotwild-Familie wird durch die gesammelten Waldfrüchte bereichert.

Für das Kind mit den meisten Eicheln und Kastanien gibt es um 12.30 Uhr ein besonderes Dankeschön: Ein majestätischer Alder bringt die süße Belohnung per Luftexpress. Spannende Momente sind garantiert, wenn Kinderherzen höher schlagen, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) mit, der Wildtiere-live.de ins Leben rief. Ziel der Gemeinschaftsaktion von DJV und Haribo: Dem Nachwuchs die heimische Natur wieder schmackhaft machen. Mehr als 15.000 Kinder aus dem ganzen Bundesgebiet erwarten die Veranstalter vor Ort.

“Es ist wirklich bedenklich, dass inzwischen jedes dritte Kind noch nie einen Käfer auf der Hand hatte”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Dank Walt Disneys Bambi-Film glauben sogar viele, das Reh sei die Frau vom Hirsch. Auf der Suche nach Kastanien und Eicheln lernen Kinder spielerisch heimische Pflanzen und Tiere kennen. Wie die Waldfrüchte dann Hirsch Heinz und seinem Rotwild-Clan munden, können die Sammler live auf www.wildtiere-live.de verfolgen. “Die Seite weckt das Interesse für die Natur”, erläuterte Borchert: “Hier können selbst Städter röhrende Hirsche live erleben.” Kindern die Natur wieder nahe zu bringen, liegt auch Haribo-Mitinhaber Dr. Hans Riegel am Herzen: “Am liebsten sehe ich sie an der frischen Luft in Bewegung statt vor einem Fernseher sitzen.”

Die vom DJV installierte schwenk- und zoombare Outdoor-Kamera im Wildfreigehege Hellenthal in der Eifel überträgt den Alltag der Wildtiere-live-Stars in Echtzeit und voll vertont ins Internet. Internetnutzer können auch selbst die Kameraführung übernehmen und als Tierfilmer aktiv werden – und zwar bequem vom eigenen Computer aus. Eine spezielle Ausstattung ist dafür nicht erforderlich, DSL-Leitung und Browser mit Java-Software reichen aus. Über spezielle Server wird das Live-Video als Stream aufbereitet, multipliziert und ins Internet eingespeist. Bis zu 15.000 Internet-Nutzer können so gleichzeitig “dabei sein, wenn`s passiert”. Über 39 Millionen Seitenaufrufe hat der DJV seit dem Start von wildtiere-live.de im September 2003 gezählt, das sind monatlich über 500.000 Klicks.

Momentan ist auf www.wildtiere-live.de der Hirsch los, denn die Brunft steht an: Zu sehen sind liebestolle Hirsche, die kokette Rotwilddamen becircen und ihre Nebenbuhler mit markerschütterndem Röhren in die Flucht schlagen. Dazu gibt es auf der Seite viele Hintergrundinformationen über die Hauptdarsteller der tierischen Doku-Soap und die Biologie des Rotwilds.

Bitte beachten:
Weitere Informationen zur Kastanien-Sammelaktion am 9. und 10. Oktober 2008 gibt es im Internet unter www.wildtiere-live.de und www.haribo.com.

Die Sammelaktion findet statt:
im Haribo-Werk,
Truchseßstraße, 53173 Bonn Bad Godesberg (gegenüber der Feuerwache),
von 7 bis 16 Uhr

Für Rückfragen und Interviews steht die DJV-Pressestelle gerne zur Verfügung:
Tel. (0228) 9 49 06 20;
E-Mail: pressestelle@jagdschutzverband.de

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Oct 01 11:15:47 +0200 2008
Jäger hätten das "Wildschweinmassaker" von Rüsselsheim verhindern können http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1310 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1310

30. September 2008 Bad Nauheim (ljv/djv)

Jäger hätten das "Wildschweinmassaker" von Rüsselsheim verhindern können

Hessicher Jagdverband: Tiere gerieten in Panik

“Die tierschutzwidrige Wildschweinjagd in Rüsselheim hätte sich die Polizei ersparen können, wenn sie am Sonntag rechtzeitig Jäger zur Hilfe gerufen hätte.” Darauf weist der Landesjagdverband Hessen (LJV) am Dienstag in Bad Nauheim hin. Ein Großaufgebot von Polizisten hatte mit rund einhundert Schüssen aus Dienstpistolen auf dem Parkplatz einer Fast-Food-Kette und auf einem Kino-Parkplatz sechs Schwarzkittel getötet. Ein Polizeisprecher rechtfertigte dies damit, dass "Gefahr für den Straßenverkehr bestanden habe.

“In dieser gesetzlichen Notstandsituation kann die Polizei auch nach geltender Rechtslage Jäger zu Hilfe rufen, die mit ihren Jagdwaffen und spezieller Jagdmunition die Wildschweine tierschutzgerecht erlegen können”, sagte LJV-Sprecher Klaus Röther. Wenn “akute Gefahr für Menschen” im Verzug sei, dürften die Jäger auf Anordnung und unter Aufsicht der Polizei ausnahmsweise auch in Wohngebieten Jagdwaffen einsetzen. “Die Jäger haben die Ordnungshüter in Hessen in solchen Situationen schon öfter unterstützt, etwa in einem Parkhaus in Gießen”, sagte der Jagdverbandssprecher. Diese Art von “Amtshilfe” sei durchaus nicht ungewöhnlich.

Jagdmunition ist nach Röthers Worten eigens so konstruiert, dass sie ein Tier möglichst schnell tötet, um ihm unnötige Qualen zu ersparen. Die übliche Polizeimunition sei dafür völlig ungeeignet. Beim Einsatz dieser Geschosse würden die Wildschweine erst nach mehreren Treffern langsam verenden. Zudem seien die Jäger durch ihr Schießtraining auf sich bewegende Wildzielscheiben – den “laufenden Keiler” – dafür ausgebildet, auch bewegliche Ziele sicher zu treffen. Der Polizeisprecher hatte das “Deaster von Rüsselsheim” damit begründet, dass sich die Tiere zu schnell bewegten und nicht gleich beim ersten Treffer umfielen.

“Als die Polizisten zuvor mit Warnfackeln und einem Diensthund die siebenköpfige Wildschweinrotte in einem Garten einkesseln wollten, musste das Drama zwangsläufig seinen Lauf nehmen”, erklärte der Jagdverbandssprecher. “Die vom Hund und von Menschen mit Fackeln in die Enge gedrängten Tiere verfielen in Panik und versuchten natürlich unter allen Umständen, aus dem Garten auszubrechen. Als dann die ersten Schüsse fielen, rannten die Tiere erst recht blindlings davon.”

“Falls Wildschweine Hausgärten oder bewohnte Gebiete aufsuchen, sollten die Bewohner Ruhe bewahren und Haustüren und Fenster schließen”, rät der Jagdverband. Keinesfalls sollte man auf eingezäunten Grundstücken den Tieren zu nahe kommen und selbst versuchen, sie zu verscheuchen. “Wenn die Wildschweine bei der Suche nach Fraß unbehelligt bleiben, verlassen sie das Grundstück in aller Regel wieder, ohne in Panik zu geraten und Personen zu attackieren”, betonte Röther. Ansonsten solle man die Polizei bitten, einen Jäger oder Förster hinzuzuziehen, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu beraten.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Oct 01 13:58:29 +0200 2008
Den Kasten sauber halten http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1305 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1305

30. September 2008 Bonn (djv)

Den Kasten sauber halten

Reinigen und Aufstellen von Nistkästen ist Artenschutz für heimische Singvögel

Schmuddelwetter und kahle Landschaften: Herbst und Winter stehen vor der Tür. Ungemütliche Zeiten, auch für überwinternde Singvögel wie Meise, Kleiber und Spatz. Sie suchen bald nach einem wetterfesten Unterschlupf für die Nacht. Deshalb sollten Jäger und andere Naturfreunde jetzt die Nistkästen säubern, rät der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV).

Nötig ist das Säubern, da viele Singvögel bei ausreichendem Futterangebot zwei Mal pro Jahr brüten und dabei häufig das alte Nest einfach überbauen. Dieses Aufeinanderbauen nimmt den Jungvögeln nicht nur den nötigen Platz im Nistkasten, sondern es führt auch zu Problemen mit lästigen Untermietern. Tierische Blutsauger wie Federlinge, Vogelflöhe oder Lausfliegen fühlen sich in altem Nistmaterial wohl und können sogar überwinternde Vögel schwächen.

Damit die gefiederten Freunde gut über den Winter kommen, empfiehlt es sich also, Herbstputz in Nistkästen zu betreiben. Vorher sollte jedoch überprüft werden, ob Zwischenmieter wie Fledermäuse oder Siebenschläfer eingezogen sind. Deshalb erst anklopfen und den Deckel leicht anheben. Ist der Nistkasten leer, das alte Nistmaterial entfernen und den Kasten mit heißem Wasser oder einer Kochsalzlösung ausspülen. Anschließend gründlich austrocknen lassen. Zum Wohle der Vögel verzichtet man besser auf Reinigungsmittel oder Sprays.

Besonders in Wohngebieten fehlen alte Bäume, die Wohnraum für Höhlenbrüter bieten könnten. Abhilfe kann jeder Tierfreund einfach selber schaffen – ein Nistkasten ist problemlos selbst zu bauen. Hier die wichtigsten Tipps: Als Material für die Kästen eignen sich besonders gut unbehandelte Bretter aus Eiche, Erle, Weißbuche, Kiefer und Fichte, die mindestens 20 Millimeter stark seien sollten.

Die Größe des Fluglochs entscheidet über den zukünftigen Mieter, es empfiehlt sich ein Durchmesser von 26 Millimeter oder mehr. Außerdem sollte sich die Lochunterkante mindestens 15 Zentimeter über dem Kastenboden befinden, damit Katzen und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen. Ein Kasten mit vorgezogenem Einflugloch bietet zusätzlichen Schutz vor Räubern. Ebenso ein etwa 1 Meter über dem Boden am Stamm angebrachtes glattes Stahlblech. Wird der Kasten aufgehängt, ist darauf zu achten, dass zum Schutz vor Witterungseinflüssen das Einflugloch in Richtung Südosten zeigt.

Selbst im Wald herrscht mancherorts akute Wohnungsnot für Höhlenbrüter. Hier wirken die Jäger entgegen: Sie pflegen und erneuern rund 270.000 Nistkästen pro Jahr. Geht man davon aus, dass drei Kücken pro Nistkasten schlüpfen, wachsen in diesen Nistkästen jährlich über 800.000 Jungvögel heran. Durch die Pflege von vogelreichen Biotopen wie alten Kopfweidenbeständen und Streuobstwiesen schaffen die Jäger zusätzlich weitere Lebensräume für die heimische Vogelwelt.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Sep 30 09:29:28 +0200 2008
Liebestolle Hirsche und hungrige Rehe - Mehr Wildunfälle in der Mark http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1294 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1294

23. September 2008 (Potsdam) dpa/djv

Mehr Wildunfälle in der Mark

Liebestolle Wildschweine, Rehe auf Nahrungssuche oder vom Mähdrescher aufgescheuchte Hirsche sind im Herbst wieder eine große Gefahr für Brandenburgs Autofahrer. Rund 15 300 Wildunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr auf märkischen Straßen; 247 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen – ein deutlicher Anstieg um fast 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, hieß es am Dienstag auf dpa-Anfrage aus dem Potsdamer Innenministerium. Der traurige Trend setzte sich auch schon im ersten Halbjahr 2008 fort. 81 Menschen wurden verletzt, fast 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – dabei geht die «Saison» erst jetzt richtig los.

«Derzeit ist wieder vermehrt Wild auf Wanderschaft und die Tiere sind wegen der schwierigen Sicht- und Lichtverhältnisse oft erst spät auf den Straßen zu erkennen», erläuterte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Bernd Möller. Viele Autofahrer würden das Unfallrisiko und die Folgen deutlich unterschätzen. Dabei entspricht das Aufprallgewicht eines 80 Kilogramm schweren Wildschweins bei Tempo 50 dem Körpergewicht eines Nashorns, nämlich zwei Tonnen, wie die Autobahnpolizei vorrechnete. Dies kann auch für die Autofahrer tödlich enden: Im vergangenen Jahr kam bei Wildunfällen in Brandenburg ein Mensch ums Leben, 2006 gab es drei Todesopfer. Vor allem Schwarzkittel und Rehe drohen derzeit laut Möller plötzlich auf den Straßen aufzutauchen. «Da jetzt überall die Maisfelder abgeerntet werden, verlieren die Wildschweine ihre angestammten Nahrungsplätze.» Auch Rehe würden verstärkt auf Nahrungssuche gehen, um sich für den Winter zu wappnen. «Außerdem sind die Hirsche schon in der Paarungszeit und sammeln sich an Brunftplätzen», erklärte Möller. «Wenn dann die Paarungszeit des Schwarzwildes beginnt, rennen nicht selten zudem liebestolle Wildschweine auf die Straßen.» Was die Autofahrer zu tun haben, damit eine solche Begegnung nicht dramatisch für sie selbst endet, erläuterte der Direktor der Autobahnpolizei, Udo Antonicek: «Sieht man ein Tier, am besten anhalten, abblenden und hupen. Ist ein rechtzeitiges Anhalten nicht mehr möglich, sollten Autofahrer keine riskanten Ausweichmanöver fahren. Die einzige Chance: «Draufhalten, auch, wenn mir das als Jäger in der Seele wehtut», ergänzte Möller. Nach einem Wildunfall sollte laut Antonicek das möglicherweise tote Tier mit einer Plastiktüte oder Gummihandschuhen an den Straßenrand gezogen werden – sonst droht es zur Gefahr für weitere Autofahrer zu werden. «Auf jeden Fall muss der Unfall der Polizei oder dem Jagdpächter gemeldet werden.» Wer das Stück Wild einfach in den Kofferraum verfrachtet, macht sich strafbar. «Das ist Wilddiebstahl», betonte Antonicek. Mit Blick auf die besonders gefährlichen Monate Oktober bis Dezember raten die Experten den Autofahrern: Vorsicht besonders in der Morgen- und Abenddämmerung und die Schilder «Achtung Wildwechsel» auch wirklich ernst nehmen.]]>
pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Sep 24 09:40:17 +0200 2008
Ausgezeichnet: Lernort Natur gegen lila Kühe! http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1286 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1286

19. September 2009 (djv) Bonn

Ausgezeichnet: Lernort Natur gegen lila Kühe!

Nationalkomitee der UN-Dekade prämiert Umweltbildung durch Jäger

Auszeichnung: v.l.n.r: Professor Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Dieter Offenhäußer, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, Jochen Borchert, MdB und Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, Goddert von Wülfing, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jagdschutz-Verbandes und Ralf Pütz Bildungsreferent des Deutschen Jagdschutz-Verbandes

Das Nationalkomitee der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014” meint: Die Initiative Lernort Natur des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) ist spitze. Mit dem Titel “Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2008/2009” hat die Auswahlkommission heute in Bonn Lernort Natur prämiert – eine der bundesweit größten Umweltbildungsinitiativen.

“Mit Lernort Natur setzen wir seit Jahren erfolgreich Akzente gegen lila Kühe und gelbe Enten”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert anlässlich des Festaktes im Alten Rathaus in Bonn. Es sei bedenklich, dass inzwischen jeder dritte Jugendliche noch nie einen Käfer auf der Hand hatte, und jeder vierte noch nie ein Reh gesehen hat, betonte Borchert. Deshalb sei die Auszeichnung von Lernort Natur ein Ansporn für alle Ehrenamtlichen, weiter gegen Naturentfremdung mobil zu machen.

Dass Nützen und Schützen kein Widerspruch sein müssen, wird am Beispiel der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen vermittelt. Nachhaltige Jagd, wie sie in Deutschland betrieben wird, ist seit dem Jahr 2000 von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als eine Form des Naturschutzes anerkannt.

Der DJV hat unter der Marke Lernort Natur bereits zahlreiche Unterrichtsmaterialien zu heimischen Wildtieren herausgegeben. Besonders erfolgreich ist der Lernort Natur-Koffer, der Fernglas, Augenbinden, Becherlupen und viele Lernmaterialien für eine spannende Waldexkursion enthält. Die jägernahe Stiftung natur+mensch hat inzwischen über 600 Grundschulen bundesweit mit diesem Koffer ausgestattet und Lehrer für dessen Einsatz geschult.

Mit speziellen Seminarreihen werden Jäger nach den neuesten umweltpädagogischen Erkenntnissen für ihren ehrenamtlichen Einsatz vorbereitet. Lernort Natur ist mit bundesweit über 1.100 speziell geschulten Jägern eine der erfolgreichsten Umweltbildungsinitiativen Deutschlands.

Das DJV-Projekt richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche, das erlebnisorientierte Lernen steht im Vordergrund. Bereits seit 17 Jahren investieren Jäger monatlich etwa 6.000 Stunden, um dem Nachwuchs die heimische Flora und Fauna wieder nahe zu bringen. Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Über 150.000 Kinder entdecken so jedes Jahr die Natur mit anderen Augen.

Bitte beachten: Weitere Informationen, regionale Ansprechpartner und Unterrichtsmaterialien bietet die DJV-Internet-Seite www.lernort-natur.de. Dort finden Lehrer und Eltern Anregungen für den etwas anderen Biologieunterricht oder die Projektwoche mit Jägern.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Fri Sep 19 19:00:00 +0200 2008
Den Tieren auf der Spur http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1285 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1285

17. September 2008 (djv) Bonn

Den Tieren auf der Spur

Auf den zweiten Blick: Im Herbst gibt es viel zu entdecken

Herbstzeit ist Erntezeit – nicht nur für den Menschen. Vom Eichelhäher über das Eichhörnchen bis zum Wildschwein: Viele Tiere sind jetzt besonders geschäftig und sorgen vor für den Winter. Wer genau hinsieht, findet gerade im Herbst auf feuchtem Untergrund zahlreiche Spuren des tierischen Treibens. Dies teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) heute in Bonn mit und rät Kindern und Eltern: Fernglas und Bestimmungsbuch einpacken, dann hinaus, die Natur neu entdecken! “Kinder verlieren immer mehr den Bezug zur Natur”, sagte DJV-Präsident Jochen Borchert. Die Frage, ob es im Wald Dinosaurier gebe, sei oftmals ernst gemeint.

Schon Sechstklässler verbringen heute vier Stunden täglich vor Fernseher und Computer. In Wald und Flur kennen sich immer weniger Kinder aus, offenbart eine DJV-Studie. Jedes vierte Kind hat noch nie ein Reh beobachtet, nur jedes dritte kennt das Kribbeln von Käferbeinen auf der Hand. Jetzt ist die Gelegenheit, das zu ändern, denn im Herbstwald gibt es allerlei Kleingetier zu entdecken. Behutsames Anfassen ist erlaubt! Ein besonderes Schauspiel bietet sich an sonnigen Septembertagen. Tausende von Jungspinnen treiben an meterlangen, silbrig glänzenden Spinnfäden durch die Lüfte – und geben dem Altweibersommer seinen Namen. Am Boden nutzen zahllose, gemütlich wirkende Mistkäfer die letzten warmen Tage zur intensiven Nahrungssuche.

Erst auf den zweiten Blick entdeckt man auch Spuren von großen Tieren, die zwar häufig vorkommen aber weitaus scheuer sind: Hier hat das Wildschwein auf der Suche nach Bucheckern und Insekten die Erde umgebrochen, dort hinterließ ein Reh seine Trittsiegel auf dem Waldpfad. Matschige Senken am Wegesrand sind oftmals das Badezimmer von Familie Wildschwein. Die Schlamm-Packung wirkt hervorragend gegen Parasiten.

Danach geht es zum Peeling an einen nahegelegenen Baum – großflächige Abriebspuren an der Rinde zeugen davon. Weisen die Stämme zudem tiefe Rillen auf, hat hier wahrscheinlich ein Keiler Zahnpflege betrieben und seine Duftmarke hinterlassen. Wenn es im Wald nach Maggi riecht, dann ist Familie Wildschwein oft nicht weit.

Gut vom Waldpfad aus zu erkennen sind die “Haustüren” von Fuchs und Dachs – ungefähr handballgroße Höhleneingänge. Letzterer frisst sich im Herbst Fettreserven für die Winterruhe an. Der Fuchs verteilt die Erde nach den Grabarbeiten fächerartig vor dem Eingang, zum Dachsbau führt eine tiefe Furche. Ist der Eingang ordentlich gefegt und von Laub befreit, ist die Höhle bewohnt. Ein Blick nach oben lohnt sich beim Waldspaziergang ebenfalls. Das schwindende Blätterwerk gibt häufig den Blick frei auf Eichhörnchen, die emsig Wintervorräte sammeln oder auf zahlreiche Vogelarten und ihre Nester.

Mit Kindern und Jugendlichen in der Natur auf Entdeckungsreise gehen – das machen Jäger seit 17 Jahren im Rahmen von Lernort Natur, einer der größten Bildungsinitiativen Deutschlands. Etwa 6.000 Stunden investieren rund 1.100 Ehrenamtliche monatlich und setzen Akzente gegen lila Kühe und gelbe Enten. Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Über 150.000 Kinder entdecken jedes Jahr die Natur mit den Jägern. Weitere Informationen und Ansprechpartner gibt es im Internet: www.lernort-natur.de.

Bitte beachten:
Die DJV-Bestimmungshilfe “Fährten und Spuren” im Jackentaschenformat: Zu bestellen für 10 Cent bei der DJV-Service und Marketing GmbH (DSM), Koblenzer Straße 149a, 53177 Bonn, Tel.: (02 28) 38 72 90-0, Fax (02 28) 38 72 90-25. Oder im DSM-Online-Shop unter www.djv-service.de.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Sep 17 11:12:53 +0200 2008
Niedersachsen dominiert DJV-Schießwettbewerb http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1279 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1279

8. September 2008 Buke (djv)

Niedersachsen dominiert DJV-Schießwettbewerb

Schießleiter Dieter Stracke übergibt sein Amt nach 20 Jahren an Dr. Torsten Krüger

Der neue DJV-Bundesmeister im kombinierten Schießen heißt Hans-Ludwig Hapke. Bei der 54. Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen erreichte der Jagdschütze aus Niedersachsen 347 von 350 möglichen Punkten. In der Damenklasse derselben Disziplin errang die Jagdschützin Birte Gausmann aus Niedersachsen mit 324 Punkten den Titel. Insgesamt 468 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten auf der Schießanlage im nordrhein-westfälischen Buke vom 3. bis 6. September ihr Können mit Büchse und Flinte.

In der Mannschaftswertung der Jugendklasse siegte wie im Vorjahr Schleswig-Holstein mit 1.317 Punkten vor Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Die beste Mannschaft im kombinierten Schießen aller Klassen stellte die Landesjägerschaft Niedersachsen: Mit 1.341 Punkten errangen Axel Annacker, Wilhelm Cordes, Dieter Lemke, Gerhard Schwenke, Joachim Schwenke und Heinz Wagner den Titel. Bundesmeister aller Klassen im Flintenschießen wurde Wolfgang Dieckmann aus Schleswig-Holstein. Peter Schafmeister aus Nordrhein-Westfalen holte sich den Titel im Büchsenschießen aller Klassen mit 197 von 200 möglichen Punkten. Im Kurzwaffenschießen siegte Ludwig Lobacher aus Bayern mit 198 Punkten. Die Mannschaftswertung in dieser Disziplin gewann Nordrhein-Westfalen mit 768 Punkten. In der Offenen-Klasse siegte die Mannschaft des Landesjagdverbandes Thüringen mit den Jagdschützen Kai Weinrich, Gerhard Weinrich, Steffen John, Dieter Schironski, Jörg Zöller und Burkhardt Kröber mit 1.337 Punkten.

DJV-Präsident Jochen Borchert übernahm gemeinsam mit DJV-Schießleiter Dieter Stracke die Siegerehrung und bedankte sich beim Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen für die organisatorische Unterstützung. Besonderer Dank ging an Dieter Stracke, der auch seine letzte Veranstaltung als DJV-Bundesschießleiter souverän leitete. Er wolle Jüngeren Platz machen, begründete Stracke seinen Abschied vom Ehrenamt. Für seine 20-jährige Tätigkeit überreichte ihm Borchert den DJV-Ehrenhirschfänger, die DJV-Verdienstnadel in Gold erhielt Stracke bereits 1995 für seine außerordentlichen Verdienste um das Jagdwesen. Neuer Schießleiter ist Dr. Torsten Krüger, der als aktiver Jagdschütze bereits mehrere Jahre als Landesschießobmann in Sachsen tätig gewesen ist.

Weitere Ergebnisse und Fotos des diesjährigen Wettbewerbs gibt es im Internet unter www.jagdnetz.de .

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Sep 08 15:38:33 +0200 2008
Niedersachsen: Wildschweine vermehren sich explosionsartig http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1275 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1275

23. September 2008 Hann.Münden (dpa/djv)

Niedersachsen: Wildschweine vermehren sich explosionsartig

Schäden auf Äckern und in Gärten nehmen stark zu

Wildschweine haben sich im vergangenen Jahr in Niedersachsen geradezu explosionsartig vermehrt. Das Agrarministerium rief die Jäger am Mittwoch auf, mehr Tiere zu schießen. In Bereichen, in denen im Frühjahr 100 Tiere lebten, gebe es jetzt im Spätsommer zum Teil 400 oder sogar noch mehr Wildschweine, sagte Gunter Sodeikat vom Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Betroffen seien vor allem die waldreichen Gebiete im Süden und Osten Niedersachsens.

Als Folge der Massenvermehrung nähmen die Schäden auf Äckern und Gärten stark zu, sagte der Wildbiologe. Zudem drohten vermehrt gefährliche Verkehrsunfälle. Im Hann.Mündener Ortsteil Hermannshagen zum Beispiel haben erst vor wenigen Tagen Wildschweine Grundstücke verwüstet. In Braunlage gruben sie jüngst Teile des Kurparks um.

Wegen der warmen Winter der vergangenen Jahre und des guten Nahrungsangebotes sei die Reproduktionsrate der Wildschweine in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Sie liege inzwischen bei deutlich über 300 Prozent, sagte Sodeikat. Mitte der 1990er Jahre hatte diese Rate noch etwa 200 Prozent betragen.

Durch die «enorme Populationsdynamik» erschließen sich die Wildschweine in Niedersachsen Richtung Nordwesten immer neue Lebensräume, erklärte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums Dominik Mayer. Damit steige auch die Gefahr der Schweinepest. Nicht zuletzt um einen Schweinepest-Ausbruch in den immer größer werdenden Wildschweinbeständen zu verhindern, müssten die Jäger weitaus mehr Tiere schießen als bisher.

Die Jagd auf Wildschweine werde allerdings immer schwieriger, sagte der Sprecher der niedersächsischen Landesforsten, Stefan Fenner. Die Tiere hielten sich zumeist in Mais- oder Rapsfeldern auf. «Zwischen den hohen Pflanzen kann man sie zwar hören, aber kaum sehen». Dennoch würden die Förster ab Beginn der Jagdsaison im Herbst alles daran setzen, um die Bestände zu verringern.

Wie viele Wildschweine inzwischen in Niedersachsen leben, lasse sich nur sehr schwer schätzen, sagte Wildschwein-Experte Sodeikat. Es gebe keine verlässlichen Zahlen. Sicher sei nur, dass die Größe der Population zumeist stark unterschätzt werde. Gewisse Rückschlüsse könne man aus der Zahl der geschossenen Tiere ziehen. Diese sogenannte Strecke sei innerhalb eines Jahres in Niedersachsen von etwa 26 000 auf 48 000 empor geschnellt. Dies sei eine «fast unglaubliche Steigerung».

Ohne eine stärkere Bejagung würden sich die Wildschweinbestände landesweit in Zukunft weiter massiv vergrößern, meinte Sodeikat. Weil die Anbaufläche von Mais und anderen nachwachsenden Rohstoffen voraussichtlich größer wird, werde auch das Nahrungsangebot für die Wildschweine steigen.

Spaziergänger in Wald und Feld müssten sich deshalb aber keine Sorgen machen, sagte der Wildbiologe. Es gebe zwar hin und wieder Fälle, in denen Wildschweine aggressiv reagierten. Im vergangenen Herbst etwa hatte ein wild gewordener Keiler im Hann-Mündener Ortsteil Kattenbühl drei Menschen attackiert und verletzt. Normalerweise müsse man sich aber nicht fürchten, sagte Sodeikat. Wildschweine seien in der Regel sehr scheu.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Sep 03 16:26:53 +0200 2008
Hohe Wildschweinstrecke in Baden-Württemberg erwartet http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1271 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1271

27. August 2008 Stuttgart (ljv/djv)

Hohe Wildschweinstrecke in Baden-Württemberg erwartet

80 Prozent der Bevölkerung begrüßen Jagd

Mit rund 40.000 erlegten Wildschweinen im vergangenen Jahr erwartet der Landesjagdverband Baden-Württemberg eine der höchsten Jagdstrecken, die jemals erzielt wurden.

Wie Wildbiologe Klaus Lachenmaier vom Landesjagdverband erläutert, haben eine günstige Witterung und ein sehr gutes Nahrungsangebot zu einer starken Vermehrung beim Schwarzwild geführt. Neben der Gefahr von Wildseuchen sind es vor allem die zunehmenden Wildschäden in der Landwirtschaft, derentwegen Landwirte und Landespolitiker die Jäger zu einer intensiven Bejagung der Schwarzkittel aufgefordert haben.

Die Jagd wird aber nicht nur von Landwirten unterstützt, bei denen die Wildschweine Wiesen und Weiden umwühlen sowie Getreidefelder und Maisschläge verwüsten, oder von Gartenbesitzern an Ortsrändern, deren “grüne Oasen” von den hungrigen Allesfressern heimgesucht werden. Nach einer repräsentativen Umfrage des IFA-Instituts für Marktforschung und Kommunikation sind 80 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass die Jagd notwendig ist, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen.

Trotz der hohen Jagdstrecke empfiehlt der Landesjagdverband seinen Jägern, die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern den Wildschweinen weiter intensiv nachzustellen und alle zur Verfügung stehenden jagdlichen Mittel auszuschöpfen; dazu gehören auch revierübergreifende Drückjagden. Eine “Schädlingsbekämpfung” mit waffenrechtlich verbotenen Hilfsmitteln oder mit aus Tierschutzgründen bedenklichen Saufängen, wie sie mancherorts von Geschädigten gefordert wird, lehnt der Verband rigoros ab. “Wir haben gezeigt, dass wir die Sache auch so in den Griff bekommen”, so Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Tue Sep 02 14:04:42 +0200 2008
Norla S-H Lernort Natur http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1268 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1268

01. September 2008 (djv/ljv S-H)

Schleswig-Holsteins Jäger on Tour

Foto: Marcus Börner

Am Donnerstag, 4. September ist es soweit. Zum ersten Mal werden sich die Schleswig-Holsteiner Jäger mit allen im Land verfügbaren Naturmobilen auf der NORLA in Rendsburg präsentieren. Bereits einen Tag zuvor werden die Anhänger im Rahmen einer Sternfahrt mit Trecker und Auto auf das Messegelände gefahren.

Zehn Kreisjägerschaften werden sich mit ihrem aufwändig gestalteten Naturmobil an der Sternfahrt beteiligen. Bereits am Mittwoch, 3. September werden die einzelnen Teams die Anhänger bestücken und im Anschluss die Reise nach Rendsburg antreten.

Da am Donnerstag, 4. September, viele Schüler auf der Messe NORLA sein werden, haben sich der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und die Kreisjägerschaften etwas Besonderes ausgedacht: Die einzelnen Naturmobile sind themenspezifisch ausgestattet, die Betreuer der Anhänger haben einen Natur-Rätsel-Parcours entworfen, bei dem die jungen Teilnehmer nicht nur Wissenswertes über die heimische Natur, sondern auch zahlreiche Preise gewinnen können.

Die Naturmobile sind hinter dem Vorführring zu finden und stehen dort den gesamten Messetag – nicht nur den Schülern – zur Verfügung.

Folgende Kreisjägerschaften beteiligen sich an der Sternfahrt: Dithmarschen Nord, Dithmarschen Süd, Eutin, Flensburg, Kiel, Lübeck, Pinneberg, Plön, Schleswig und Segeberg.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Mon Sep 01 12:48:53 +0200 2008
Niedersachsen: Die ersten drei «Heuler» wieder in Freiheit http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1265 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1265

21. August 2008 Norden (djv/dpa)

Niedersachsen: Die ersten drei «Heuler» wieder in Freiheit

Drei Monate mühevolle Aufzucht

Sandbank statt Kunststoffbecken: Nach rund drei Monaten mühevoller Aufzucht in der Seehundstation Norddeich sind die ersten drei «Heuler» dieser Saison am Mittwoch zurück in die Freiheit gelangt. Zwei Boote brachten «Jakob», «Emil» und «Eddy» an die Ostseite der Nordseeinsel Juist. Die Fahrt über hatte das Trio in geflochtenen Weidenkörben ausgeharrt. Im flachen Wasser vor Juist angekommen, hievten drei Mitarbeiter der Station die knapp 30 Kilogramm schweren Tiere über Bord.

«Jakob», «Emil» und «Eddy» wurden aus ihren Kisten in einen kreisrunden Zaun gesetzt, den Tierpfleger Tim Fetting (28) auf ein Kommando hin entfernte. In der Brandung schaute einer von ihnen noch einmal zurück. Dann verschwanden die Tiere in den Wogen. Nicht weit hinter ihnen streckten ihre ersten in Freiheit lebenden Artgenossen die Köpfe aus dem Wasser – ganz so, als beobachteten sie das Spektakel.

Rund 500 Kilogramm Fisch haben «Jakob», «Emil» und «Eddy» während ihrer Zeit in der Aufzuchtstation vertilgt. Nun können sie von ihrem Speck erst einmal zehren. Um reichlich Beute zu machen, haben Seehunde im Lauf der Evolution beste Voraussetzungen entwickelt. Die Tiere können nach Angaben des Biologen Armin Maywald in ihrem Blut dreimal so viel Sauerstoff aufnehmen wie der Mensch. Beobachtungen hatten ergeben, dass ein Seehund 18 Stunden am Stück auf Jagd war und dabei an der Oberfläche nie länger als vier Minuten verschnaufte.

Ein wahres Wunder sind die Schnauzhaare der Seehunde. Sie können die Wasserwirbel schwimmender Fische ertasten. Experte Maywald berichtet, dass Seehunde einem Fisch noch nachspüren können, auch wenn dessen Spur schon drei Minuten alt ist. 180 Meter Verfolgung seien für Seehunde kein Problem, hatten Forscher an der Ruhr- Universität in Bochum herausgefunden. So erkläre es sich sogar, dass erblindete Seehunde wohlgenährt bleiben und sich weiter paaren.

«Die Chancen stehen gut, dass die drei überleben. Die Aufzucht hat die Instinkte der Tiere nicht beeinträchtigt. Seehunde sind Individualtiere, sie haben keine feste Sozialstruktur», sagte Peter Lienau, Geschäftsführer der Seehundstation. Dennoch müssen die drei jungen Tiere, die im Frühsommer verlassen von ihren Müttern an Stränden oder auf Sandbänken entdeckt worden waren, sich nun erst an einen für sie ungewohnten Lebensraum gewöhnen. «Den Konkurrenzdruck beim Fressen hatten sie zum Schluss auch beim Füttern in unserer Station. Sie haben gelernt, schnell zu sein», sagte Lienau. Der Großteil der jährlich zwischen 30 und 60 aufgepäppelten «Heuler» überlebe zurück in der Freiheit. Das bewiesen Transponderchips.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Thu Aug 21 10:29:49 +0200 2008
Artenvielfalt auf dem Acker http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1263 http://www.jagdnetz.de/news/?meta_id=1263

20. August 2008 Bonn (djv)

Artenvielfalt auf dem Acker

DJV-Literaturstudie: Blühstreifen wirken sich positiv auf viele Tierarten aus

Wer braucht schon Feldraine mit (Un-)kräutern, Blühstreifen im Maisfeld oder Brachen in der Agrarlandschaft? Eine aktuelle Literaturstudie im Auftrag des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) zeigt: Diese sogenannten Ackerbegleitbiotope stellen gerade für Tiere bedeutende Refugien dar und bilden ein konstantes Nahrungsreservoir. Die Artenvielfalt in der Feldflur lässt sich mit Blühstreifen und andere “Begleitbiotope” sogar erheblich steigern, so das Fazit der Wissenschaftler des Kölner Büros für Faunistik. Ausgewertet wurden über 250 Studien aus den letzten 20 Jahren. Gerade jetzt, in der Haupterntezeit, sind Ackerbegleitbiotope laut DJV besonders wichtig, da viele Tiere die abgeernteten Felder verlassen und neue Rückzugsgebiete suchen.

Zudem haben solche Biotope für zahlreiche Tierarten eine bedeutende Funktion als Korridore und Trittsteine, resümieren die Wissenschaftler. Erst durch diese können Tiere die teils erheblichen Strecken zwischen geeigneten Lebensräumen überwinden und sich erfolgreich vermehren. Die Studie widerlegt die These, dass von Brachen oder Ackerrandstreifen vor allem landwirtschaftliche Schädlinge profitieren und sich in der angrenzenden Feldflur ausbreiten. Gewinner scheinen vielmehr die Nützlinge zu sein.

Für den Erhalt und die Förderung der Ackerbegleitbiotope eignen sich laut Studie vor allem Maßnahmen, die in den landwirtschaftlichen Betriebsablauf integriert werden können und nicht zu einem dauerhaften Flächenverlust führen. Damit steigt nämlich die Akzeptanz bei Landwirten, in Naturschutzmaßnahmen zu investieren.

Bereits in die Praxis umgesetzt wurde dieser Ansatz von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft: Werden Blühstreifen mit heimischen Kräuterarten in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen angelegt, erhält der Landwirt über ein Ökopunkte-Konto Ausgleichszahlungen. Der DJV fordert, diese im nordrhein-westfälischen Landschaftsgesetz verankerte Möglichkeit der Ausgleichsmaßnahmen über das anstehende Umweltgesetzbuch bundesweit zu ermöglichen.

Die DJV-Studie kommt weiterhin zu dem Schluss, dass eine Förderung der Artenvielfalt durch den Vertragsnaturschutz und Agrarumweltmaßnahmen erfolgversprechend ist, solange die Ausgleichszahlungen als ausreichend angesehen werden. Die Flächenstilllegung wird nach Wegfall der obligatorischen Verpflichtung als am wenigsten aussichtsreich charakterisiert.

Bitte beachten:
Die DJV-Literaturstudie gibt es im Internet zum Herunterladen unter www.jagnetz.de, Rubrik Naturschutz.

Außerdem können Einzelexemplare des Berichts kostenfrei im Internet unter www.djv-service.de oder bei der DJV-Service und Marketing GmbH, Koblenzer Straße 149a 53177 Bonn, Fax: 02 28 / 38 72 90-25, E-Mail: info@djv-service.de bestellt werden.

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pressestelle@deutscherjagdschutzverein.de Wed Aug 20 10:12:53 +0200 2008